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Palma de Mallorca, Spanien - Travel Guide

Palma de Mallorca, Spanien - Travel Guide

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Written by Travel Guide Team

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Last updated: 2026-12-31

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Palma de Mallorca, Spanien - Travel Guide

Palma Reiseführer 2026: Das Juwel des Mittelmeers

Palma de Mallorca wird oft als bloßes Tor zu den Badeorten unterschätzt, aber die Hauptstadt der Balearen ist ein anspruchsvolles Reiseziel für sich. Im Jahr 2026 glänzt Palma mit seiner honigfarbenen Sandsteinkathedrale, die die Uferpromenade dominiert, einem Labyrinth aus alten Gassen in der Altstadt und einer kulinarischen Szene, die mit Barcelona konkurriert. Es ist eine Stadt, die mit dem Klang von Yachtmasten im Hafen aufwacht und nach einem langen, späten Abendessen auf einem versteckten Platz schlafen geht. Dies ist nicht nur ein Sommerziel. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr ist Palma eine Ganzjahresstadt, in der Geschichte, Kunst und moderner Luxus zusammenfließen. Egal, ob Sie die arabischen Bäder erkunden, die Uferpromenade entlang radeln oder auf einem geschäftigen Markt Wermut trinken, Palma bietet ein Stück vom guten Leben, dem man nur schwer widerstehen kann.

Experten-Tipp: Die beste Zeit, um die Kathedrale (La Seu) zu sehen, ist um 8:30 Uhr morgens im Februar oder November, wenn die Sonne durch das massive Rosettenfenster scheint und ein Kaleidoskop von Farben auf die gegenüberliegende Wand projiziert – ein Phänomen, das als das “Spektakel der Acht” bekannt ist. Auch wenn Sie diesen Tag verpassen, ist das Morgenlicht immer magisch.

Ein Teppich der Geschichte

Palmas Geschichte ist so vielschichtig wie seine Architektur. 123 v. Chr. von den Römern als “Palmaria” (Siegespalme) gegründet, wurde sie mehrfach erobert, verloren und zurückgewonnen.

  • Medina Mayurqa: Über 300 Jahre lang (902–1229) war Palma eine blühende islamische Stadt. Die labyrinthischen Straßen der Altstadt und die Arabischen Bäder sind direkte Hinterlassenschaften dieser Ära.
  • Die christliche Eroberung: Im Jahr 1229 eroberte König Jakob I. von Aragon die Insel. Die Legende besagt, dass er während eines Sturms auf seiner Reise versprach, der Jungfrau Maria eine prächtige Kirche zu bauen, wenn er überlebe. Das Ergebnis ist La Seu, die auf der Hauptmoschee errichtet wurde.
  • Das Goldene Zeitalter: Im 15. und 16. Jahrhundert wurde Palma zu einem wohlhabenden maritimen Handelszentrum. Die großen Innenhöfe (Patios) der Kaufmannshäuser in der Altstadt zeugen von diesem Wohlstand.

La Seu: Die Kathedrale am Meer

Palmas Kathedrale, einfach La Seu genannt, ist eines der prächtigsten gotischen Bauwerke in Europa. Im Gegensatz zu den meisten Kathedralen, die im Stadtzentrum gebaut wurden, thront La Seu stolz an der Uferpromenade (oder dort, wo das Meer war, bevor die Straße gebaut wurde) und begrüßt jeden, der mit dem Schiff ankommt.

  • Die Struktur: Ihr Mittelschiff ist 44 Meter hoch – höher als Notre Dame in Paris. Der Sandstein leuchtet bei Sonnenuntergang golden, was ihr den Spitznamen “Die Kathedrale des Lichts” einbrachte.
  • Gaudís Handschrift: Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Antoni Gaudí (bekannt durch die Sagrada Família) eingeladen, das Innere zu restaurieren. Achten Sie auf seine unverwechselbaren modernistischen Akzente, insbesondere den unvollendeten Kronleuchter “Dornenkrone” über dem Altar.
  • Die zeitgenössische Schicht: Im Jahr 2007 gestaltete der mallorquinische Künstler Miquel Barceló die Kapelle des Heiligen Sakraments mit einem Keramikmosaik neu, das das Wunder der Brotvermehrung darstellt. Es ist dunkel, rissig und kontrovers modern.
  • Das Rosettenfenster: Es ist eines der größten der gotischen Welt (12 Meter Durchmesser), bestehend aus 1.236 Buntglasstücken. Es wird oft das “Gotische Auge” genannt.

Stadtteilführer: Jenseits des Zentrums

Während die Altstadt unverzichtbar ist, lebt Palmas Seele in seinen vielfältigen Vierteln.

  • Die Altstadt (Casco Antiguo): Hinter der Kathedrale liegt ein Gewirr aus engen Gassen. Zu den wichtigsten Highlights gehören: - Patios von Palma: Die Altstadt ist berühmt für ihre statthaften Häuser mit prächtigen Innenhöfen. Während die meisten privat sind, stehen viele Tore für einen Blick offen. Can Vivot und Can Olesa sind atemberaubende Beispiele.

  • Passeig del Born: Die “Goldene Meile” von Palma. Diese von Bäumen gesäumte Allee ist das Wohnzimmer der Stadt, flankiert von Luxusgeschäften wie Louis Vuitton und Zara (untergebracht in einem atemberaubenden alten Kino).

  • Santa Catalina: Einst ein bescheidenes Fischerdorf, ist Santa Catalina heute das trendigste Viertel in Palma. Es ist das “Soho” der Insel, vollgepackt mit internationalen Restaurants, Vintage-Läden und Yoga-Studios. Das Herz des Viertels ist der Markt von Santa Catalina, wo Einheimische morgens frischen Fisch kaufen und Touristen nachmittags Wein trinken.

  • Portixol & Molinar: Eine kurze Fahrradtour östlich der Kathedrale wurden diese ehemaligen Fischerdörfer zu einer coolen Strandpromenade gentrifiziert. Die niedrigen Fischerhäuschen sind heute teure Häuser und Restaurants. Es ist der perfekte Ort für ein Sonntagsessen mit Paella am Meer.

Castell de Bellver: Die runde Festung

Das Castell de Bellver thront auf einem kiefernbewachsenen Hügel 3 km westlich des Zentrums und bietet den besten 360-Grad-Blick auf die Bucht von Palma. Es ist einzigartig unter den spanischen Burgen, weil es kreisförmig ist – die Türme, die Mauern und der Innenhof sind alle perfekt rund. Im 14. Jahrhundert für König Jakob II. erbaut, diente es als königliche Residenz und Gefängnis. Der Aufstieg durch den Wald ist steil, aber lohnend und bietet eine Atempause von der Stadthitze.

Strände und Buchten: Türkisfarbenes Wasser

Während Palma seinen eigenen Stadtstrand hat, liegt die wahre Magie nur eine kurze Autofahrt entfernt.

  • Playa de Palma: Ein riesiger Abschnitt mit weißem Sand östlich der Stadt. Es ist touristisch, aber praktisch, sauber und hat ausgezeichnete Strandclubs.
  • Cala Major: Der dem Stadtzentrum am nächsten gelegene “echte” Strand, bekannt für sein klares Wasser und die nahegelegene Miro-Stiftung.
  • Illetas & Cala Comtessa: Diese kleinen Buchten, die nur eine kurze Busfahrt westlich liegen (Bus Nr. 4), bieten kristallklares türkisfarbenes Wasser und schicke Strandclubs. Kommen Sie im Sommer früh, da sie schnell voll sind.
  • Es Trenc: Etwa 45 Autominuten entfernt, wird dieser geschützte Naturstrand wegen seines blendend weißen Sandes und des flachen türkisfarbenen Wassers oft mit der Karibik verglichen. Es gibt keine Hotels dahinter, nur Dünen und Salinen. Es ist aus gutem Grund der berühmteste Strand der Insel.

Gastronomie: Der Geschmack von Mallorca

Mallorquinisches Essen ist deftig, rustikal und tiefgründig und verlässt sich auf lokale Zutaten wie Mandeln, Oliven und Schweinefleisch.

  • Gerichte, die man probieren muss: - Ensaïmada: Das ikonische spiralförmige Gebäck, bestäubt mit Puderzucker. Es wird mit saïm (Schweineschmalz) hergestellt, was es unglaublich blättrig macht. Sie werden Leute sehen, die achteckige Schachteln davon am Flughafen tragen. Probieren Sie es im Horno Santo Cristo.
  • Sobrassada: Eine weiche, streichfähige Wurst, gewürzt mit Paprika. Sie wird oft auf Toast mit Honig gegessen – eine perfekte süß-herzhafte Mischung.
  • Tumbet: Ein Gemüsegericht ähnlich wie Ratatouille, hergestellt aus Schichten von gebratenen Kartoffeln, Auberginen und roten Paprikaschoten in Tomatensauce.
  • Pa amb oli: “Brot mit Öl.” Es klingt einfach, aber das lokale Schwarzbrot, eingerieben mit ramallet-Tomate (einer speziellen lokalen Sorte), Olivenöl und Salz, ist hier eine Religion. Es wird normalerweise mit Käse oder Schinken serviert.
  • Arròs Brut: “Schmutziger Reis.” Ein suppiges Reisgericht, gekocht mit Kaninchen, Huhn, Schweinefleisch und Gemüse der Saison (oft Pilze). Es erhält seine dunkle Farbe durch die Gewürze (Zimt, Safran, Pfeffer).

Die besten Tagesausflüge von Palma

Palma ist der perfekte Ausgangspunkt, um den Rest der Insel zu erkunden.

  • 1. Valldemossa (20 Min. Fahrt): Ein bildschönes Steindorf im Tramuntana-Gebirge. Es ist berühmt für die Königliche Kartause, in der der Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand 1838 einen Winter verbrachten. Schlendern Sie durch die blumengeschmückten Straßen und probieren Sie die lokale Coca de Patata (Kartoffelbrötchen) mit heißer Schokolade.

  • 2. Deià (40 Min. Fahrt): Weiter entlang der Küste liegt Deià, das Künstlerdorf. Der englische Dichter Robert Graves lebte hier, und sein Haus ist heute ein Museum. Das Dorf klammert sich an den Berghang mit Blick auf das Meer. Es ist unglaublich fotogen und Heimat einiger der besten Restaurants der Insel, wie El Olivo.

  • 3. Sóller & Port de Sóller: Nehmen Sie den Ferrocarril de Sóller, einen hölzernen Vintage-Zug, der seit 1912 fährt. Die Fahrt dauert eine Stunde und führt durch 13 Tunnel und Haine von Orangen- und Zitronenbäumen. Einmal in der Stadt Sóller, nehmen Sie die Vintage-Straßenbahn hinunter zum Hafen für ein Bad in der kreisförmigen Bucht.

Aktives Palma: Ein Traum für Radfahrer

Mallorca ist ein Mekka für Profiradfahrer, und Palma ist das Zentrum. Die Stadt verfügt über ein ausgedehntes Netz an Radwegen.

  • Der Uferweg: Ein eigener Radweg verläuft entlang der Küste vom Hafen bis nach S’Arenal (ca. 15 km). Er ist flach, landschaftlich reizvoll und sicher.
  • Tramuntana-Gebirge: Für ernsthafte Fahrer bietet das nahegelegene UNESCO-gelistete Gebirge herausfordernde Anstiege (wie die berühmte Sa Calobra) und Haarnadelkurven mit atemberaubendem Meerblick.

### Praktische Tipps für 2026
  • Siesta: Sie ist echt. Kleine Geschäfte schließen oft zwischen 13:30 und 16:30 Uhr. Große Kaufhäuser (wie El Corte Inglés) bleiben offen. Restaurants schließen ihre Küchen normalerweise zwischen 16:00 und 20:00 Uhr.
  • Trinkgeld: Nicht obligatorisch, aber geschätzt. Aufrunden der Rechnung oder 5-10% für guten Service ist Standard.
  • Wasser: Leitungswasser ist trinkbar, kann aber stark mineralisiert/salzig schmecken. Die meisten Einheimischen trinken Flaschenwasser.
  • Sprache: Die lokale Sprache ist Mallorquín (ein Dialekt des Katalanischen), aber jeder spricht Spanisch (Castellano). Englisch und Deutsch werden aufgrund des Tourismus weithin verstanden.

FAQ: Besuch in Palma

Ist Palma sicher? Ja, es ist extrem sicher. Seien Sie jedoch vorsichtig vor Taschendieben an überfüllten Stränden und in Bussen.

Wie komme ich vom Flughafen? Der Bus A1 fährt häufig vom Flughafen ins Stadtzentrum und kostet 5 €. Taxis kosten ca. 20-25 €. Uber ist verfügbar, aber weniger verbreitet als lokale Taxis.

Ist es das Partyzentrum? Palma selbst ist anspruchsvoll. Die “Party”-Gegenden sind Magaluf (britischer Fokus) und S’Arenal (deutscher Fokus), Vororte östlich und westlich der Stadt. Sie können sie leicht vermeiden, wenn Sie Ruhe wollen.